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Das Mädchen

“Ich werd’ mein leben lang üben, dich so zu lieben, wie ich dich liebe will, wenn du gehst.”

- Wir sind Helden; Song: Ich werd mein Leben lang üben, dich so zu lieben

 

Liebe hat tausend Gesichter, und wird doch nur richtig gut, wenn sie mindestens zwei aufweist. Ich sehe in dein Gesicht und weiß, dass du einzigartig bist.

Danke! Danke für das WIR. Danke für uns.

Danke, dass es keine (falschen) Versprechungen gibt. Nur wir im unser!

Sag mir, dass du glücklich bist. Sag mir, dass ich dich glücklich mache, so glücklich, wie du mich machst.

Ich schreibe wieder…

Ein Jahr ist es her seit dem ich wirklich etwas geschrieben hab.

 

Wie ihr seht, ich lebe noch. Den Blogg habe ich ruhen lassen, weil das Leben manchmal wichtiger ist. In diesem Fall war der Abschluss meines Studiums ausschlaggebend.

Die Abschlussarbeit musste recherchiert, sortiert und geschrieben werden. Das dauert. Ich war nicht ganz untätig, ich habe an meinen epischen Weiten weiter geschrieben. Allerdings wollte ich davon nichts hier veröffentlichen.

Genauso wenig wollte ich mein Privates hier weiter ausbreiten. Mir geht es immer noch gut. Ich bin auch weiterhin sehr zufrieden mit dem Mädchen in einer ehrlichen Beziehung. Tatsache ist, dass ich es zu sehr genieße und nicht teilen möchte. Ihr möget mir verzeihen.

Dieser Blogg wird wohl auch weiterhin etwas stiefmütterlich behandelt werden. Denn nach dem Abschluss kommt folglich der Job. Da man sich in einer neuen Umgebung erst klimatisieren muss, ist es somit unabdingbar, dass ich meine Aufmerksamkeit erstmal den wichtigeren Dingen im Leben zuwende, bevor ich wieder Zeit nutze, um euch mit neuen Geschichten zu erfreuen.

Wenn ihr auch anderes von mir lesen wollt, so dürft ihr einmal im Monat bei Deviante Pfade vorbei schauen. Ich bin dort derzeit Gastautorin für die Themenreihe: “Swinger-Kultur”. Der erste Beitrag von mir (“Allein unter Swingern”) soll dort am 1. Juli veröffentlicht werden.

Dazu möchte ich auch als unabhängige Reporterin für diese Themenreihe tätig werden.

Das bedeutet; ich möchte Swinger-Paare bei ihren Besuchen im Klub begleiten und darüber schreiben. Zuvor ist ein Interview mit dem jeweiligen Paar geplant. Mit der Reihe möchte ich zeigen, dass Swinger, Menschen wie du und ich sind. Ich möchte zeigen, dass die Swinger-Kultur kein “Fremdgeh-Zwang” beinhaltet. Und vielleicht möchte ich mich selbst auch mit neuen An- und Einsichten überraschen.

Paare dürfen sich gerne bei mir melden, wenn sie mich zu einem Besuch auf einer Swinger-Party oder in einem Swinger-Club als Begleitung wünschen. 

 

Bis dahin,

Elidea

Satz zum Jahr 2014

Anhängsel, sind wie Schmuck, ohne sieht man gut aus, mit auch nicht schlecht. 

Selbstmord

Neulich erhielt ich eine Kurznachricht: “Elidea, bitte melde dich. Es ist wichtig!”

Ein Freund mit dem ich im Grunde kaum Kontakt hab. Nicht, weil er mir egal wär! Sondern schlicht und ergreifen, weil wir in unterschiedlichen Welten leben.

Trotz allem hör ich ihm zu, wenn er meine Hilfe braucht. Also rief ich ihn an! Zunächst Smalltalk; wie geht es dir? BlaBla! Doch ich merkte gleich das was nicht stimmte. Er zögerte die ganze Zeit das hinaus weswegen er sich eigentlich bei mir gemeldet hatte. Ich dachte anfangs es ginge um seine Mutter, dass sie wieder krank wär oder ähnliches. Doch dann stellte er mir eine Frage:

“Wäre die Welt ohne mich nicht besser dran?”

Das war keine Frage eines Jünglings der sich bloß an der Philosophie probierte. Das war eines Mannes der es ernst meinte. Es war auch keine Frage eines Heranwachsenden, der die Welt und erst recht sich selbst vor lauter Hormonen nicht  mehr verstand. Nein, dass war eine Frage eines Mannes, der keinen anderen Ausweg mehr sah.

Ich brauchte erst nicht zu Fragen wieso? Ich wusste es! Auf seiner imaginären Pro und Contra stand auf der Contra-Seite lediglich seine Eltern. abgeschwächt noch mit einer Tatsache: “Sie haben ihr Leben schon gelebt!”

Nicht von der Hand zu weisen!

Wäre die Welt ohne mich nicht besser dran? Tatsache ist; der Welt ist es scheiß egal ob du lebst oder nicht!!! Sie dreht weiterhin ihre Runden, sorgt auch weiterhin für Frühling, Sommer Herbst und Winter, (und noch nicht mal in dieser Reihenfolge) wie sonst auch!

Genau das hab ich ihm auch gesagt. Zu dem Zeitpunkt lag er im Krankenhaus. Erster Herzinfarkt! Mit nicht mal 40! Da ist es nicht verwunderlich, wenn man sein Leben Revue passieren lässt. Und in seinem Fall auch nicht verwunderlich, wenn er verstärkt dabei an den Tod denkt.

Nun, wie hilft man einem gefährdeten Selbstmörder? In dem man ihm die Augen öffnet. Dabei mein ich nicht den Scheiß von wegen: “Hey das Leben ist doch super, blabla!”

Tatsachen müssen her: “Du hast scheiß Freunde! Um genau zu sein sind es nichts weiter als Saufkumpanen, oder hat dir je einer zugehört und dich ernst genommen? Zweitens ist dein Haus wunderschön, aber was bringt es dir, dort allein zu wohnen? Drittens, deine Arbeit, die du ja so heilig als einzigen Anker in diesem Leben hält, hat dir doch diesen Infarkt verpasst! Was willst du mit so menschenunfreundlichen Arschlöchern noch? Es geht nicht um die Frage: Sein oder nicht Sein! Sondern um die Frage, willst weiterhin so dahin vegetieren wie bisher oder zeigst du allen endlich den Mittelfinger und verlässt diese Stadt um wo anders neu anzufangen?! Was hast du denn zu verlieren?! Halbtod bist du sowieso!!!!”

Seit dem erreich ich ihn nicht mehr! Ich weiß nicht ob er erst darüber nachdenken muss, oder sich bereits entschieden hat oder vielleicht nen zweiten Infarkt hat. Denn klar ist in seiner derzeitigen Lage, wird das auch nicht lange auf sich warten lassen.

Doch das traurigste an der ganzen Sache ist, dass ich es nie erfahren werde! Sollte er gestorben sein, werd’ ich es nicht wissen. Unabhängig davon ob Selbstmord oder Infarkt! Niemand gibt es der mich informieren würde! Obwohl ich die letzte Person bin bei der er sich meldet, wenn er Probleme hat.

Noch schlimmer ist aber die Tatsache, dass alle seine sogenannten Freunde vor seinem Grab stehen würden und sich fragen würden wieso! Weil ihr nicht zugehört habt, ihr Arschlöcher!!!

Dghara -2-

Dghara knotete die zerrissenen Teile ihres Kleides mit zitternden Fingern zusammen. Als sie wieder aufblickte, befand sich Archaon Totenbringer bereits weit vom Lager entfernt, den Doppelhammer locker auf der Schulter liegend. Niederschmetternd blieb ihr Blick auf Jhems leblosen Körper hängen. Er bedeutete Ärger! Insbesondere, wenn dieser mit ihr in Verbindung gebracht werden konnte. Die Entschuldigung, der Norri wollte sie nicht töten, würde ihr weniger helfen, denn mehr zur Folter beitragen. Es ist lange her als sie das letzte Mal die Folterstrafe für ihr angeblich falsches Verhalten erhielt. Zu der Zeit befand sie sich auch bei einem anderen Herrn. Allerdings wusste sie, dass Rhogan, auch wenn er es bisher nicht in Erwägung gezogen hatte, die Folterstrafe würde auch er anwenden, sofern er der Meinung ist, diese sei die passende Strafe. Jhems Tod vor ihren Augen war ganz eindeutig eine Folterstrafe wert. Umso mehr ein Grund diese nicht herauf zu beschwören. Die Leiche musste verschwinden!

Mit zitternden Beinen und leichtem schmerzenden Ziehen in der Schulter stand Dghara auf. Sie blickte um sich, hielt Ausschau nach Zeugen dieser Auseinandersetzung. Allerdings sah sie niemanden und hörte nur das flatternde Zeltleder im Wind. Als sie genügend überzeugt war, dass sie niemand zu Folter mintnehmen wollte ging sie zu Jhems Leichnam und hob seine Beine an. Seine Unterschenkel zwischen Arm und Oberkörper gepresst, stellte sie fest, dass sie nicht wusste wohin mit der Leiche. Nach kurzem Zögern zog sie den immer noch schweren Körper zum Zelt ihres Herrn. Diese Aktion nahm mehr Zeit in Anspruch als gedacht. Mehrmals rutschte Dghara auf dem Sand aus und musste den schweren Körper  erneut anheben um weiter zum Zelt zu gelangen. Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte sie nun den Leichnam im Zelt verstaut, so dass auch die Tür wieder geschlossen werden konnte. Bevor sie jedoch diese schloss lief sie noch schnell zu Jhems Schwert um auch dieses vor unbedachten Blicken zu verstecken. Am Ende musste noch das Blut entfernt werden. Diese war die leichteste Übung. Der Sand in dieser Region hatte die Angewohnheit sich in Verbindung mit Flüssigkeiten in ein gebundenes Gebilde zu verwandeln. Somit ging sie zu der Blutlache hob diese mit dem verbundenen Sand an und schmiss es nach Nordwesten, dort wo die Steppe sie ausbreitete. Dghara war selbst überrascht wie weit das Gebilde flog, bis es noch in der Luft zerbröckelte und am Ende den Erdboden mit kleinen Blutsandkörnern zu bestreuen.

Die Leiche im Zelt ihres Herrn zu verstauen war lange keine dauerhafte Lösung. Sie musste eine bessere Lösung finden. Die besten Informationen bekam sie in der Lagermitte, dort wo die Frauen ihrem Tagesgeschäft nachgingen und der weise Mann die Ankunft der Männer verkündet. Dort konnte sie nicht nur in Erfahrung bringen, wo eine Leiche unauffällig gelagert werden könnte, sowie wie lange Zeit sie noch hätte, bis die Männer wieder im Lager eintrafen. Während sie eiligen Schrittes zur Lagermitte ging, fielen ihr Gespräche zwischen Rhogan und anderen Generälen ein. Darin erzählten wurde von einer Stätte erzählt an der alle Kriegsopfer gebracht werden. An einem solchen Ort würde ein toter Jhem mit eingeschlagenem Kopf nicht auffallen, und wenn doch, so würde man vermuten er sei im Kampf gefallen. Doch wo befand sich dieser?

Noch in Gedanken versunken traf Dghara vor der Lagermitte auf Rhuca, die Dienstälteste von Sharm, dem Kahn der Thangs. Ohne Umschweife stellte Dgahra ihr die Frage, die ihr am Herzen lag: „Rhuca, weißt du zufällig wohin die Kriegsleichen gebracht werden?“

„Ja“, antwortete Rhuca vorsichtig, „aber wozu willst du das jetzt wissen? Solltest du dich nicht auf die Ankunft deines Herrn vorbereiten; da sie auf dem Rückweg sind?“

Erst jetzt bemerkte Dghara ihren Fehler. Um einem Verhör zu entkommen, gab Dghara die bestmöglichste Antwort, die ihr auf die Schnelle einfiel: „Rhogan wird doch dahin gebracht, ich will mich nur noch verabschieden können!“ Ungläubig schaute Rhuca sie an. Statt sie weiter zu befragen gab Rhuca nur das bekannt, was Dgahra schon vermutete: „Aber Rhogan geht es gut. Er kehrt als Sieger zurück! Es gab dieses Mal so gut wie keine Gefallenen unter unseren Leuten.“

Dghara erbleichte trotzdem, denn das hieß. Rhogan wird als einer der ersten im Lager und damit in seinem Zelt sein. Rhuca gegenüber reagierte sie allerdings richtig, wie sie hoffte: „Das ist gut, ich hatte mich wohl verhört als der weise Mann Neues verkündete! Jetzt muss ich dringend zurück, das Zelt ist noch nicht vorbereitet.“

Dghara drehte sich auf dem Absatz und wollte wieder zum Zelt zurückeilen, als sie von Rhuca am Arm festgehalten wurde. „Ich komme mit dir und helfe!“ „Aber… musst du nicht … das Zelt für Sharm vorbereiten?!“ entgegnete Dghara verängstigt. Rhuca als Zeugin konnte sie nun wirklich nicht gebrauchen. Sie galt als Dienstälteste in Sharms Reich als gerechte und ehrliche Frau. Das bedeutete, dass sie selbst sich vor keiner Strafe bewahrt. Viele junge Frauen verehren sie als mutigste Frau und versuchen ihr nach zu eifern. Doch in Dgharas Situation bedeutete diese Tatsache nur noch mehr Ärger. Denn Dghara gab sich nicht der falschen Hoffnung hin, Rhuca hätte nicht gemerkt, mit welcher Angst Dghara heute im Lager ankam. „Ich habe die Mädchen schon heute Morgen angewiesen alles in Ordnung zu halten. Sharm wird mich, bis ich dir geholfen habe, nicht vermissen.“ „Gut!“ gab Dghara mit mehr Enthusiasmus wieder als ihr bewusst war. Schlecht! Ganz schlecht. Dghara war geliefert. Es gab kein Zurück mehr. Also eilte sie nun mit Rhuca an der Seite zum Zelt zurück und ihrem Tod entgegen.

Auf dem Weg dorthin bemerkte Dghara aus den Augenwinkeln, dass Rhuca sie mit Argwohn beobachtete. Das war Dghara allerdings egal. Sie stand kurz davor mit gerade mal 14 Sonnen, den Rhig Stire, dem Totenfahrer zu begegnen, da war Dghara nicht bereit irgendwelche Erklärungen von sich zu geben. Rhuca würde schon früh genug merken, was vor sich ging.

Am Platz vor Rhogans Zelt herrschte bereits reges Treiben. Acht Männer waren vor der offenen Tür des Zeltes versammelt. Zwei Männer hielten Rhogan fest der wilde Beschimpfungen rief. Der gemeinte dieser Beschinpfungen war Ihad, der wiederum Schuldzuweisungen von sich gab und von drei weiteren Männern festgehalten wurde. In der Mitte, direkt vor der Tür, stand ein Mann dessen Namen Dghara sich nicht mehr entsinnen konnte, und versuchte zu schlichten. „Nein! Oh, nein!“ Erschrocken blickte Dghara sich dieses Szenario an, als Rhogan ihrer bewusst wurde und sie mit rotglühenden Augen anblickte: „Du! Du mieses…“ Nun bemerkten auch alle anderen ihre Anwesenheit und bevor Rhogan seine richtigen Vermutungen los werden konnte, wurde er von der lauten Stimme des Jhad unterbrochen. „Wo bist du gewesen?“ fragte dieser nun an Dghara gewandt.

„Ich, ich …?!“ war alles was sie sagen konnte, während sie auf die Leiche starrte, die nun zu zwei Drittel im Eingang lag. Das Schwert auf der Brust der Leiche und Rhogans Hammer an der linken Tür des Zeltes gelehnt. Dghara wurde erst jetzt bewusst, dass auch Rhogan mit einem Hammer kämpfte, auch wenn es sich hierbei um keinen eindrucksvollen verzierten Doppelhammer handelte, wie Archaon es trug. Noch während Dghara versuchte sich zu entsinnen, was man von ihr wollte, antwortete Rhuca an ihrer statt. „Sie war mit mir auf dem Lagerplatz, bis der weise Mann eure Ankunft verkündete, eure Herrschaft!“